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Häufig gestelte Fragen

Das Verfahren ist in §44 der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDO) festgelegt und abgestimmt auf die gesetzlichen Vorgaben im Entgeltfortzahlungsgesetz (§5, EntgFG)).

Sobald Sie arbeitsunfähig erkranken, müssen Sie Ihren Arbeitgeber unverzüglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtlichen Dauer unterrichten. „Unverzüglich“ bedeutet: ohne eigenes Verzögern, möglichst zu Beginn der üblichen Arbeitszeit bzw. vor Dienstbeginn. Erfragen Sie in Ihrem Arbeitsbereich, welchem Vorgesetzten und in welcher Form (telefonisch und/ oder per Email) Sie Ihre Erkrankung anzeigen müssen. Dies ist im ERV (Fachbereiche, Verwaltung, Stabstellen) unterschiedlich geregelt.

Sollte Ihre Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage andauern, benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung. Hierüber müssen Sie Ihren Arbeitgeber ebenfalls unverzüglich informieren und Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.

Bitte beachten Sie:
„Kalendertage“ bedeutet: auch arbeitsfreie Tage zählen in dieser Frist mit (Wochenende, Feiertage, dienstfreie Tage)!

Der Arbeitgeber hat das Recht in Einzelfällen eine ärztliche Bescheinigung schon früher zu verlangen.

Der Arbeitgeber leistet eine Zuzahlung beim Erwerb einer Bildschirmarbeitsplatzbrille.

Die Voraussetzungen und Höhe der Zuzahlungen können in der Personalabteilung des Evangelischen Regionalverbandes erfragt werden.

Zu allgemeinen Informationen ist dort das Merkblatt "Bildschirmarbeitsplatzbrille" erhältlich.

Der Anspruch auf Erholungsurlaub unter Fortzahlung des Entgelts (§42 KDO) und seine Dauer sind in den §§46-48 der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDO) geregelt unter Einbeziehung der gesetzlichen Vorgaben des Bundesurlaubsgesetzes (BurlG).

Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr (§46 Abs.1 KDO).

Der Erholungsurlaub soll grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden, ist aber bis zum 31. März des Folgejahres zu gewähren.
Kann der Urlaub aus betrieblichen Gründen oder wegen Arbeitsunfähigkeit nicht bis zum 31. März angetreten werden, besteht die Möglichkeit, ihn noch bis 30. Juni zu nehmen (§46 Abs.2 KDO).
In diesen Fällen klären Sie rechtzeitig mit ihrem Vorgesetzten und ggf. der Abteilung I - Personal der Verwaltung des ERV die korrekte Verfahrensweise für den Bestand und die Dauer Ihres Urlaubsanspruchs.

Die Dauer des Erholungsurlaubs beträgt bei der Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 5 Tage in der Kalenderwoche 30 Arbeitstage (§47 Abs.1 KDO). Dies entspricht 6 Wochen Erholungsurlaub im Kalenderjahr.
Beginnt oder endet das Arbeitsverhältnis im Laufe eines Jahres, erhält der Mitarbeitende anteilig für jeden vollen Monat des Beschäftigungsverhältnisses ein Zwölftel des vollen Urlaubsanspruchs (§47 Abs.2 KDO).
Für Mitarbeitende, die arbeitsvertraglich vereinbart von der 5-Tage-Woche abweichend arbeiten, erhöht oder vermindert sich der Urlaubsanspruch entsprechend (§47 Abs.4,7 KDO).

Mitarbeitende des ERV, die ständig Wechselschichtarbeit, Schichtarbeit und Nachtarbeit leisten, erhalten Zusatzurlaub.
Der jeweilige Anspruch, die Dauer und Berechnungsgrundlagen des Zusatzurlaubs sind ausführlich in §48 KDO dargelegt.

Wenn Sie während Ihres Erholungsurlaubs erkranken, werden die durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht auf Ihren Urlaub angerechnet (§46 Abs.4 KDO).

Über Ihre Arbeitsunfähigkeit mit ärztlicher Bescheinigung während Ihres Urlaubs müssen Sie Ihren Arbeitgeber gemäß den Vorgaben des §44 KDO unverzüglich informieren. siehe hierzu auch „Was muss ich tun, wenn ich krank bin?“

Wenn Sie am Tag Ihres Gleitzeitausgleichs (Überstunden/Mehrarbeit-Abbau) erkranken, werden die verloren gegangenen Überstunden nicht nachgewährt. Siehe Kurzbeschreibung von der Personalabteilung.

Mitarbeitende erhalten nach langen Beschäftigungszeiten bei einem Arbeitgeber (§26 KDO) Treueleistungen, die in §50 der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDO) festgelegt sind.

Bei einer 5-Tage-Woche in der Kalenderwoche wird pro 10 Jahre Beschäftigungszeit zusätzlicher Erholungsurlaub von 3 Tagen gewährt (§50 Abs.1 KDO).
Weicht die Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit arbeitsvertraglich festgelegt von der 5-Tage-Woche ab, beträgt der Zusatzurlaub pro 10 Jahre Beschäftigungszeit mindestens 1 Tag (§50 Abs.2 KDO).
Auf Antrag des Mitarbeitenden kann der Zusatzurlaub abgegolten (ausgezahlt) werden (§50 Abs.3 KDO).

Regelungen zur Sonderzahlung

"Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter hat Anspruch auf eine jährliche Sonder-zahlung, wenn sie oder er am ersten allgemeinen Arbeitstag im Oktober in einem Arbeitsverhältnis steht und dieses Arbeitsverhältnis bis zum 31. Dezember des laufenden Jahres fortbesteht." (§37 Abs.1 KDO)

Höhe:

Die Arbeitsrechtliche Kommission der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (AK) hat sich 2016 darüber verständigt, dass die ertragsabhängige Bonuszahlung von einer jährlichen Sonderzahlung abgelöst wird. Sie beträgt in 2017 ein volles Monatsgehalt. In 2018 sind es 90% und ab 2019 80% eines Monatsgehalts. Für die unteren Gehaltsgruppen (E1 bis E4) wird die Sonderzahlung bei 100% bleiben. (§37 Abs.3 KDO plus Ergebnis der AK)

Zahlungszeitpunkt:

Die Sonderzahlung wird mit dem für November zustehenden Entgelt ausgezahlt. (§37 Abs.6 KDO)

Fazit:

Wer z.B. erst Mitte Oktober seine Stelle angetreten hat, erhält keine Sonderzahlung (§37 Abs.1 KDO). Auch bei einer Kündigung sollte man auf diese Termine achten. Der Anspruch entfällt, wenn der Arbeitnehmer vor Fälligkeit des Stichtages (31.12.) ausscheidet.
Hinweise zur Bemessungsgrundlage und Informationen über Besonderheiten bei Befristung, Rentenbeginn oder Elternzeit finden Sie im §37 Abs.4,5,7,8 KDO.

Der ERV ist Teil der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Der besondere „Arbeitgeber Kirche“ darf sich eigene Gesetze geben, die u. a. auch die Grundlagen für die Beschäftigung innerhalb der EKHN regeln.

Das Einstellungsgesetz der EKHN (EinstG) legt fest, dass für die Einstellung als Mitarbeitender innerhalb der EKHN grundsätzlich die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) notwendig ist oder in einer Kirche, die der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) oder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) oder der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) oder dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK)(§2 EinstG).

In besonderen Fällen sind Ausnahmen von der Kirchenzugehörigkeit möglich (§3 EinstG). Mitarbeitende, die unter den Bedingungen der „Ausnahmegenehmigung“ eingestellt wurden, müssen sich verbindlich, schriftlich verpflichten, während ihres Dienstes das Christentum und seine Grundüberzeugung zu achten, wie sie in der Ordnung der EKHN festgehalten sind (§3 Abs.4 und §4 EinstG).

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